



Die Petö-Behandlungsmethode ist eine ganzheitliche Therapie für bewegungsbehinderte Kinder, bei der auf das einzelne Kind individuell abgestimmte Behandlungen durch einen sogenannten Konduktor (Therapeut) zusammengeführt werden. Gemeinsam mit dem Arzt und den Eltern erarbeitet der Konduktor Ziele, Teilziele und Inhalte der Behandlung.
Musik, Gestalten, Tanz, Sprache, Literatur und sogar Theater werden genutzt, um die verschiedenen Behandlungsformen wie Krankengymnastik, Logopädie, Ergotherapie usw. zusammenzuführen. Vorteilhaft hierbei ist vor allem, dass das Kind nicht durch eine Vielzahl von Terminen und Therapeuten überfordert ist, sondern es wird lediglich von einer Bezugsperson - der Konduktorin - bei allen Therapien unterstützt.
Im Vergleich zu den bisher üblich angebotenen Methoden wurden mittels dieser konduktiven Förderung sogar bei "aussichtslosen Fällen" ganz erstaunliche Fortschritte erzielt. Bisher mussten alle Eltern mit ihren behinderten Kindern den weiten Weg nach Budapest (Ungarn) machen, um ihre Kinder am Petö-Institut behandeln zu lassen, denn dort hat der Arzt Dr. András Petö dieses kindgerechte, ganzheitliche, höchst effektive und sinnvoll abgestimmte Behandlungssystem für bewegungsbehinderte Kinder entwickelt.
Seit Juni 1998 bietet das Sozialpädiatrische Zentrum der Marienhausklinik St. Josef Kohlhof diese Behandlung nach der Petö-Methode in Gruppen-Wochenkursen an. Wenn Sie der Meinung sind, diese Behandlungsmethode würde für Ihr Kind in Frage kommen, so sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt.
Leitender Arzt
Dr. Reiner Hasmann
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