Brustkrebs

Die Verdachtsdiagnose eines Brustkrebses wird heute überwiegend durch gezielte Untersuchungen von Patientinnen im Risikoalter von 50-70 Jahren im Rahmen des Mammografiescreening-Programms gestellt.

Die beiden Hauptoperateure Chefarzt Dr.Breitbach und Leitender Oberarzt Dr. Jörg Stunneck sind zertifizierte Operateure im Rahmen des Mammografiescreening-Programms.

Auch außerhalb des Screening-Programmes wird bei einem Verdacht auf einen bösartigen Tumor der Brust zunächst eine Abklärung durch Stanzbiopsie unter Ultraschallkontrolle durchgeführt.

Zur Abklärung von nur in der Mammografie sichtbaren, verdächtigen, aber nicht tastbaren Veränderungen arbeiten mit dem Mammografiescreening-Zentrum Saarlouis zusammen und lassen dort zur Abklärung eine Vakuumstanzbiopsie unter mammografischer Kontrolle durchführen.

Vor die operative Behandlung des Brustkrebses wird heute häufig die Markierung eines Wächterlymphknotens vorgeschaltet. Hierzu kooperieren wir mit der nuklearmedizinischen Praxis Dres. Klein, Zentrum am Boxberg, Neunkirchen.

Der überwiegende Teil der Brustkrebspatienten kann heute brusterhaltend operiert werden. In unserer Klinik lag der Anteil solcher brusterhaltender Operationen in den vergangenen 5 Jahren bei 81,6 %.

Bei großen Brustvolumina werden tumorlageradaptierte Reduktionsplastiken angeboten. Sollte durch die Art und Ausbreitung des Brustkrebses die Entfernung der Brust unumgänglich sein, werden rekonstruktive Behandlungsverfahren mit und ohne Verwendung von Fremdmaterialien (Silikon-Prothesen) in die Behandlungsplanung einbezogen.

Im Rahmen der praeoperativen Brustsprechstunde werden wir mit Ihnen zusammen eine auf Ihre individuelle Situation abgestimmte, optimierte Behandlungsplanung unter ausführlicher Diskussion der Behandlungsvor- und nachteile erarbeiten.

Postoperative Therapieplanung

Sowohl bei gynäkologischen Karzinomen als auch vor allem beim Brustkrebs sind nach der Operation häufig Strahlentherapien und medikamentöse Therapieverfahren notwendig, um einen lokalen Rückfall der Behandlung oder eine Verbreitung der Erkrankung im Körper („Metastasierung“) zu verhindern.

Hierbei sind in den vergangenen Jahrzehnten durch große klinische Studien gewaltige Fortschritte gemacht worden, die heute Bestandteil der Leitlinien zur Behandlung solcher Erkrankungen sind und die wir in unsere Therapiekonzepte mit aufgenommen haben.

Deswegen haben wir in den vergangenen Jahren vor allen an großen nationalen und internationalen Studien teilgenommen und wollen dies auch in Zukunft tun.

Nach Abschluss der stationären Behandlung sollte sich deswegen ein ausführliches Beratungsgespräch über die auf Sie individuell abgestimmten Behandlungsmaßnahmen anschließen. Diese Behandlungskonzepte werden von einem klinikinternen Expertengremium (Tumorkonferenz) individuell diskutiert und vorbereitet.

Für die strahlentherapeutische Nachbehandlung kooperieren wir hauptsächlich mit der Gemeinschaftspraxis Dres. Nausner und Güßbacher.
Für die gelegentlich bei gynäkologischen Tumoren notwendige Bestrahlung der Scheide kooperieren wir mit der Strahlenklinik im Universitätsklinikum Homburg.

Sollten Sie gemeinsam mit uns zu dem Entschluss kommen eine medikamentöse Systemtherapie (Chemotherapie, immunologische Therapien, Bisfosfonate) durchführen zu lassen, werden wir hierfür den Therapieplan gemeinsam entwerfen und im Rahmen unseres Systemtherapiezentrums umsetzen.